Die Navigation durch einen turbulenten Veränderungsprozess erfordert neue Verfahren und Technologien

Eines der zentralen Verfahren für ein wirksames und vor allem evidenzbasiertes Management von Veränderungsprozessen ist das sogenannte "Real-Time Monitoring". Es geht darum, die Menschen, die an einem Veränderungsprozess beteiligt sind, aktiv in die Gestaltung dieses Prozesses mit einzubeziehen und den "Puls" der Organisation zu fühlen - und zwar bereits während des Prozesses sowie "Real-Time". Dies gilt für Unternehmen der Wirtschaft wie auch für die Behandlungsprozesse von Psychotherapiepatienten in Kliniken.

Mergers und Akquisitionen, Strategieumsetzung und organisationale Veränderungen fordern einer Organisation sehr vieles ab. In solchen Situationen zeigt sich erst, ob die Organisation mit den Menschen imstande ist, aus Veränderungsprozessen als "Gewinner" hervor zu gehen. In vielen Fällen scheitern Organisationen bei solchen Vorhaben. Wenn das Top-Management in solche Prozesse eingreift, ist es meist schon zu spät. Es kann nur mehr reagiert werden. Ein Real-Time Monitoring-Verfahren erlaubt es, direkt am Puls der Mitarbeiter zu erspüren, was schief läuft, wo weitere Ressourcen benötigt werden, worauf ein besonderes Augenmerk zu legen ist etc. Es wird erstmals möglich zu agieren. Es können Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die volle Selbstorganisationskraft im Unternehmen mobilisieren und den Veränderungsprozess erfolgreich zu meistern. Die Effekte von Eingriffen von Seiten der Führungskraft bzw. von Seiten des Arztes sind nicht erst am Ende des Veränderungsprozesses ersichtlich - sie werden direkt nach dem Eingriff spürbar.

Kongress Neurobiologie der Psychotherapie am 6.-8. Juli 2007 in der Klinik für Psychiatrie der LMU München. Im Rahmen von 3 Tagen findet ein Austausch zum Thema statt. Neben Hermann Haken, Gerhard Roth, Ewald Moser finden sich eine Vielzahl weiterer Top-Referenten. Erfahren Sie mehr...
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