Kongress: Neurobiologie der Psychotherapie vom 6. bis 8. Juli 2007 - Topreferenten und Top-Themen
Datum: 6.-8. Juli 2007 in der Klinik für
Psychiatrie der LMU München, Nussbaumstr.
Anmeldung unter
www.schattauer.de/neurobiologie_der_psychotherapie.html
oder einfach
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einsenden.
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Das Interesse an der Neurobiologie mentaler Phänomene und speziell der Psychotherapie hält seit einigen Jahren ungebrochen an. Die Erwartungen, psychische Prozesse aus Sicht des Gehirns verstehen und erklären zu können, sind hoch und nehmen offenbar in dem Maße zu, in dem sich entsprechende Themen in der Fachöffentlichkeit, aber auch in populären Medien verbreiten. Der aktuelle Kongress, der an die erfolgreichen Tagungen „Neurobiologie der Psychotherapie“ (Juli 2003 in Innsbruck) und „Synergetik von Psyche und Gehirn“ (Juni 2005 in Krems) anschließt, greift dieses breite Interesse auf und vermittelt in zahlreichen Plenumsvorträgen, Symposien, Workshops und einer Podiumsdiskussion ein großes Spektrum von relevanten Informationen. Die Entwicklungen, die sich inzwischen auf eine Vielzahl von Anwendungen und Störungsbildern der Psychiatrie und Psychosomatik beziehen, werden in ihren methodischen Grundlagen, in wissenschaftlichen Ergebnissen, aber auch hinsichtlich der Frage nach ihrem praktischen Nutzen von renommierten Experten/-innen dargestellt.
Der Kongress bietet sowohl die Möglichkeit, sich über neueste Trends und Entwicklungen zu informieren und auszutauschen, die Grenzen des Machbaren methodenkritisch zu hinterfragen, als auch für Einsteiger Basiswissen zu erwerben. Der Kongress hat damit sowohl Wissenschafts- wie auch Weiterbildungscharakter. Bei all den Entwicklungen wird deutlich, dass die Neurowissenschaft eine neue Kultur der Interdisziplinarität braucht, aber auch hervorbringt. Medizin, Psychologie, Physik, Informatik, Philosophie und andere Disziplinen arbeiten zusammen und entwickeln ein vertieftes Verständnis füreinander. Deutlich wird auch, dass unser Verständnis des Gehirns nicht bei einer verbesserten Lokalisation von Funktionen stehen bleiben kann, sondern zu einer Modellierung der nichtlinearen Systemzusammenhänge von neuronalen Schaltkreisen fortschreiten muss. Schließlich diversifiziert sich nicht nur die Palette von Anwendungen – immer neue Störungsbilder werden neurobiologisch erforscht –, sondern es werden Möglichkeiten für ein umfassendes bio-psycho-soziales Verständnis des Menschen erarbeitet: es interessieren die neuronalen Korrelate sozialer und kommunikativer Prozesse, und es wird deutlich, wie das Gehirn mit seinem Körper interagiert (Psychoneuroimmunologie, Psychoneuroendokrinologie). Mentale Prozesse sind auf den Körper als Ganzen einschließlich seiner diversen Umwelten angewiesen.
Erstaunlich ist, dass zwar die Effekte, aber kaum
noch die Dynamiken psychotherapeutischer Prozesse
Gegenstand der Forschung sind. Hier tun sich gegenwärtig
aktuelle Möglichkeiten des Prozessmonitorings von
Erleben und Verhalten auf, die als Korrelate
neurobiologischer Messungen unverzichtbar sind. Die
neurowissenschaftliche Erforschung menschlicher Lern-
und Entwicklungsprozesse setzt die theoretische
Modellierung und empirische Erfassung des komplexen
Systems Mensch und seiner Dynamik voraus.
All dies verweist darauf, dass die Neurobiologie der
Psychotherapie den theoretischen Rahmen und die Methodik
(einschließlich der mathematischen Instrumente) der
Wissenschaft komplexer nichtlinearer Systeme braucht, um
Fortschritte zu machen und um die zentrale Frage – Wie
verändert der Mensch seine Muster des Denkens, Fühlens
und Verhaltens? – angemessen bearbeiten zu können. Das
elaborierteste Instrumantaium wird derzeit wohl von der
Synergetik, d.h. der Theorie der Selbstorganisation
komplexer Systeme, zur Verfügung gestellt. Die
Synergetik des Gehirns wird von ihrem Begründer,
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Haken dargestellt,
der wenige Tage nach dem Kongress seinen 80. Geburtstag
feiern wird.
Wir wünschen Ihnen drei spannende und anregende Tage in
München.
Dr. Wulf Bertram, Dr. Thomas Frodl, Prof. Dr. Günter
Schiepek, Prof. Dr. Christian Schubert, Prof. Dr.
Michael Zaudig
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, können Sie sich
hier zur Konferenz anmelden.
















